Mittwoch, 23. August 2017

Reha und eine Woche wieder zu Hause



Seit letzter Woche bin ich wieder in Berlin. 10 Wochen war ich in Lindow, Reha. 5 Wochen waren eigentlich geplant gewesen und ich hätte am Anfang nie gedacht, dass es so viele Wochen werden.
Und nun, bin ich wieder zu Hause, aber irgendwie auch nur mit dem Körper. Ich hab noch nach einer Woche das Gefühl ich mach hier mal Urlaub. Total bescheuert, ich weiß, dass der „Urlaub“ lange geht.
Sehe ich doch ein wenig das positive, ich habe Internet und ich habe Netflix. Aber ich hab auch festgestellt, dass man es nicht wirklich braucht, das ist Luxus, den man gerne genießt.

Leider kein Rasen da, aber der Platz hinter dem Gebäude mit Blick auf den See

Aber fangen wir am Anfang an, ich hatte Angst vor der Reha. Im Nachhinein, wenn man schlauer ist, unglaublich das ich Angst hatte. Leider wurde mein Thema etwas angegangen, also Hauptthema war das Problem mit dem Magen und dem Essen, aber na ja. Trotz Test vom Arzt, dass ich eine Fructuseintoleranz habe, wurde mir dort von der Ernährungsberaterin gesagt, dass es nur eine Einbildung ist. Na ja gut das war der Punkt wo ich gesagt habe, Thema Ernährung hören wir auf, das mach ich zu Hause. Immerhin gab es noch andere Baustellen.
Ich sollte aktiver werden, klar werden was ich beruflich machen will und wie weit ich was beruflich machen kann und am wichtigsten war auch, dass ich an meinem Selbstwert arbeite.
Das waren die letzten 6 Wochen eigentlich, wo es fast nur noch darum ging und auch um die Angst wieder nach Hause zu kommen.

Mein Zimmer 10 Wochen

Man mag es kaum glauben, aber nach gut 7 Wochen wollte ich nicht mehr weg aus der Reha, überwiegend hatte ich Angst wieder in den alten Trott zu fallen.
Ich bin in den 10 Wochen aktiver geworden, klar ich hatte jeden Morgen Rückenaktiv (da wurde nicht nur der Rücken bearbeitet das war Sport für jeden Muskel xD ) und danach gleich Wassergymnastik und am Wochenende immer ins Fitnessstudio in der Reha.

Kleiner feiner Fitnessraum =)

Viel Rad gefahren, na ja die Bushaltestelle, um nach Neuruppin zu kommen, oder Netto waren zu Fuß auch 30-45 Minuten entfernt, da war das Rad wirklich hilfreich und wenn man schon einen Ort mit 3 Seen hat und einer Klosterruine geht man sich das auch gerne anschauen. Soziale Kontakte hatte ich da auch mehr, klar ich musste nur aus dem Zimmer und zu einem Raucherpoint und schon saßen da viele Menschen. Ich bin stolz das ich fast ein Jahr Nichtraucher bin, dennoch saß ich täglich in diesen Raucherecken, weil da halt die Leute waren und ich bin froh das ich kein Rückfall hatte. 

Blick vom Steg direkt an der Klinik

Wie geht es jetzt weiter?
Ich bin auf der Suche nach einem Fitnessstudio, was ich mir auch leisten kann und wo ich mich wohl fühle. Meine Ärztin hat mir Reha-Sport vorgeschlagen, muss ich aber mit meinem Hausarzt noch klären. Morgen hab ich ein Gespräch in der Bücherei für eine ehrenamtliche Tätigkeit, weil ich nächstes Jahr gern diese Ausbildung beginnen möchte oder Umschulung. Ich bin sehr froh zu wissen was ich machen will endlich. Jetzt muss ich den Weg nur noch gehen und auch das ist ein Kampf, immer wieder aufzustehen und diesen Weg zu gehen.

Klosterruine in Lindow

In dem kleinen Verschlag unter der Ruine

Falls ihr mehr wissen mögt, könnt ihr gerne fragen. Auf jeden Fall werde ich jetzt versuchen auf dem Blog wieder regelmäßig zu posten! =)  

Erst bekam ich ein Fleißbienchen, und dieser komische rauchende Löwe entstand aus langeweile xD

1 Kommentar:

  1. Ich bin stolz auf Dich! Auch wenn es nun zu Hause ein wenig komisch ist, auch das legt sich wieder. Schnell wirst du zumindest wieder das Gefühl haben, zu Hause zu sein und du hast Ziele, auf die Du hinarbeiten kannst und wirst. :)

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